Transformationsroadmap
Der Weg zu digitalen Prozessen
Die Digitale Transformation von Geschäfts- und Produktionsprozessen stellt kleine und mittlere Unternehmen – gerade in strukturschwachen Regionen wie Oberfranken und Südwestsachsen – vor Herausforderungen. Im Projekt MOONRISE gehen Unternehmen die Digitalisierung gemeinsam an. So können sie im globalen Wettbewerb besser bestehen, die Region stärken und einen entscheidenden Faktor für zukunftssichere Arbeitsplätze in Oberfranken und Südwestsachsen beisteuern.

6 Schritte für Ihre Digitalisierungsstrategie - Die Transformationsroadmap
1. Digitalisierung vorbereiten
Die Digitalisierung in der Produktion bietet Unternehmen enorme Potenziale zur Steigerung von Effizienz, Qualität und Transparenz. Der Weg zur digitalen Fabrik beginnt jedoch nicht mit der Einführung neuer Technologien, sondern mit einer strukturierten Vorbereitung. Die erste Stufe des 6-Stufenmodells von Arcatec legt den Grundstein für eine erfolgreiche digitale Transformation. Mehr erfahren.

2. Status Quo aufnehmen und analysieren
Nach der Vorbereitungsphase beginnt die Analyse des Unternehmens, um den Status Quo genau zu erfassen. Dabei stehen ein erstes Kennenlernen und eine Betriebsbesichtigung im Fokus, um Unternehmensziele, Kundenkreis und Herausforderungen zu verstehen. Anschließend erfolgt eine grobe Erfassung der Unternehmensprozesse, bei der Technik, Organisation und Mensch analysiert werden. Eine einheitliche Terminologie sorgt für Klarheit. Abschließend wird der Reifegrad bestimmt – durch eine Selbsteinschätzung sowie eine externe Bewertung. Der Vergleich beider Perspektiven zeigt Handlungsfelder auf und bildet die Basis für gezielte Optimierungen in einzelnen Bereichen. Mehr erfahren.
3. Maßnahmen definieren & priorisieren
Nach der Analyse des Unternehmens folgt die Definition konkreter Maßnahmen zur Weiterentwicklung. Viele KMU befinden sich noch auf der ersten Reifegradstufe (Computerisierung) und müssen gezielt Maßnahmen ergreifen, um die nächste Stufe (Konnektivität) zu erreichen. Ziel ist es, Medienbrüche zu vermeiden und eine nahezu in Echtzeit verfügbare digitale Übersicht über Produktionsprozesse zu schaffen.
Zur Umsetzung müssen Maßnahmen priorisiert werden. Eine Prioritätenmatrix hilft dabei, Nutzen und Aufwand zu bewerten. „Quick Wins“ sollten bevorzugt umgesetzt werden, jedoch müssen technische und personelle Voraussetzungen stets berücksichtigt werden. Die Wahl zwischen Cloud- und Inhouse-Lösungen beeinflusst zudem Kosten und Integrationsaufwand.


4. Kompetenzentwicklung und Wissensmanagement
Nach der Definition von Maßnahmen ist ein effektives Wissensmanagement entscheidend, um nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen. Der gezielte Umgang mit Wissen – seine Erfassung, Speicherung und Weitergabe – stärkt die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit. Besonders in KMU müssen Wissenslücken geschlossen und Mitarbeitende aktiv in den Lernprozess eingebunden werden.
Strukturierte Modelle, technologiegestützte Lösungen und praxisnahe Methoden erleichtern den Wissenstransfer. Entscheidend sind zudem Motivation und Unternehmenskultur: Nur wenn Wissen als strategische Ressource verstanden wird, kann es langfristig zur Weiterentwicklung der Organisation beitragen. Die Kompetenzentwicklung der Mitarbeitenden spielt dabei eine zentrale Rolle. Mehr erfahren.
5. Maßnahmen umsetzen
Nachdem Wissen erfasst, organisiert und weitergegeben wurde, folgt mit der Umsetzung der Maßnahmen der entscheidende Schritt zur praktischen Anwendung. In der nächsten Stufe des Modells geht es darum, das erworbene Wissen durch konkrete Maßnahmen im Unternehmen zu implementieren und somit nachhaltige Verbesserungen zu erzielen. Insbesondere im Bereich Retrofitting und Datenanalyse zeigt sich, dass eine individuelle Herangehensweise notwendig ist, um den spezifischen Anforderungen von Maschinen, Prozessen und Unternehmen gerecht zu werden. Mehr erfahren.


6. Evaluation und Bestätigung
Evaluation ist in Digitalisierungsprojekten kein bloßer Abschluss, sondern ein kontinuierliches Steuerungsinstrument. Sie ermöglicht es, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen, Prozesse gezielt zu optimieren und eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung zu etablieren. Im MOONRISE-Projekt erfolgte die Evaluation in drei Phasen: Analyse der Ausgangssituation, Monitoring während der Umsetzung und abschließende Wirksamkeitsbewertung. Dabei wurden quantitative und qualitative Methoden kombiniert, um sowohl technische als auch menschliche Faktoren zu berücksichtigen. Die Evaluation diente nicht nur der Erfolgsmessung, sondern auch der aktiven Unterstützung des Veränderungsprozesses, indem sie fundierte Entscheidungsgrundlagen schuf und den Dialog förderte. Mehr erfahren.